Zur Bedeutung der Persönlichkeitsbildung in pädagogischen Hoch- und Fachschulstudiengängen

Janne Fengler, Alexander Röhler

Abstract


Der nachfolgende Beitrag widmet sich der Bedeutung der Persönlichkeitsbildung in pädagogischen Studiengängen an Hoch- und Fachschulen. Persönlichkeitsbildung gehört zu den Grundlagen der Waldorfpädagogik und ist daher seit Langem als Teil des Curriculums in der pädagogischen Ausbildung anerkannt. Sie wird mit eigenen Methoden, insbesondere künstlerischen Angeboten, zu erreichen versucht. Mit der Akademisierung der pädagogischen Ausbildungen in Deutschland, die sich im Bereich der Kindheitspädagogik besonders dynamisch gestaltet, wurden (neue) Qualifikationsrahmen installiert, in denen nun auch Persönlichkeitsbildung prominent vorkommt. In dem Aufsatz wird anhand einer selbst durchgeführten Studie untersucht, mit welchen Zielen und Methoden Persönlichkeitsbildung im Curriculum pädagogischer Hoch- und Fachschulausbildungen präsent ist und wie Studierende und AbsolventInnen die Bedeutung persönlichkeitsbildender Studienangebote für sich selbst und ihre pädagogische Praxis beurteilen. Vertiefend werden zwei waldorfpädagogische Studiengänge betrachtet, um die curricularen Besonderheiten einer anthroposophisch fundierten Persönlichkeitsbildung herauszuarbeiten. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Studienangebote zur Persönlichkeitsbildung durchgehend auf konzeptioneller Grundlage implementiert werden, mit einem geeigneten Methodenspektrum versehen sind und sowohl aus Sicht der Lehrkräfte als auch der Studierenden und AbsolventInnen ein für die pädagogische Praxis geeignetes Persönlichkeitsprofil im Laufe des Studiums ausgebildet werden kann.

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