Selbstverantwortliches Lernen an Waldorfschulen

Dirk Randoll

Abstract


Die Befunde aus empirischen Studien über die pädagogische Praxis an Waldorfschulen lassen vermuten, dass sie keine „Schulen im Aufbruch“ (Rasfeld & Breidenbach, 2014) sind, sondern einem tradierten Verständnis von Erziehung und Bildung entsprechen. Ökologische Krisen, der Wandel des Arbeitsmarktes, Globalisierung und kulturelle Identität, die Grenzen des politisch Machbaren und die Partizipative etc. sind jedoch Herausforderungen, denen sich Schulen im 21. Jahrhundert gegenübergestellt sehen. Doch worum geht dabei konkret? Am Beispiel des seit 2008 laufenden Langzeitprojektes „Selbstverantwortliches Lernen an Freien Waldorfschulen“ sollen einige Besonderheiten dieser „partizipativen Pädagogik“ veranschaulicht werden. Sie sind an ausgewählten Waldorfschulen in Deutschland implementiert, wissenschaftlich begleitet und im Unterricht erfolgreich erprobt worden. Die Prinzipien einer solchen Pädagogik beziehen sich im Wesentlichen auf die Aspekte „Potenzialentfaltung und Selbstwirksamkeit“, „Entwicklung des Bewusstseins“, „An- und Übernahme von Verantwortung“, „Lernen von Demokratie“, „Aufbau einer wertschätzendenden Beziehungskultur“, „der Lehrer als Lernbegleiter“ und „sinnstiftendes Lernen durch Herstellung von Lebensweltbezügen“.

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